Analyse der Auswirkungen von El Niño auf den maritimen Handel und die Nachfrage nach Kohle
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Analyse der Auswirkungen von El Niño auf den maritimen Handel und die Nachfrage nach Kohle

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Greg Stanton, Forschungsanalyst bei Intermodal, hat die Auswirkungen des Phänomens El Niño auf den maritimen Handel und die Nachfrage nach Kohle untersucht. Berichten zufolge hat der Panamakanal seine Beschränkungen gelockert, indem die tägliche Schiffsfrequenz im September auf 32 gesenkt wurde. Diese Reduzierung war erst der zweite Fall in der Geschichte des Panamakanals. Dennoch deuten Prognosen darauf hin, dass diese Lockerung möglicherweise nicht von Dauer sein wird.

Auswirkungen von El Niño auf Kohle und maritimen Handel

Es wird erwartet, dass die Trockenzeit in der zweiten Novemberhälfte beginnt, was die Schiffsbewegungen und das hydraulische Gleichgewicht im Meer beeinflussen kann. Intermodal hat prognostiziert, dass die durchschnittliche tägliche Schiffsfrequenz im nächsten Geschäftsjahr 29,5 Durchfahrten erreichen wird. Außerdem verkauft diese Institution erstmals langfristige Slots für die alten Panamax-Schleusen von Januar bis Anfang April 2027.

Im Bereich Kohle hat das Phänomen El Niño zu Dürre im Südostasien geführt, was zu einer erhöhten Nachfrage nach Kohle in Indien und Vietnam führt. Es wird jedoch erwartet, dass Indien und China in diesem Jahr weniger thermische Kohle importieren, da sie auf ihre eigenen Vorräte zurückgreifen.

Auswirkungen von El Niño auf landwirtschaftliche Produkte

Bei landwirtschaftlichen Produkten wird erwartet, dass El Niño die Ernte in Brasilien in der Saison 2026/27 beeinflusst. Unregelmäßiger Niederschlag in den zentralen und nördlichen Regionen Brasiliens könnte zu einem Rückgang der Sojabohnenernte führen, was durch Hitze und Dürre in den Monaten November bis Januar beeinflusst wird. Zudem könnte jede Verzögerung im Sojacyclus die zweite Maisernte verzögern, was eine Bedrohung für die brasilianischen Maisexporte in der zweiten Hälfte von 2027 darstellen würde.

Schließlich hat der Analyst von Intermodal darauf hingewiesen, dass Dürre im trockenen Korridor der USA die Importe von Getreide aus dem Golf von Amerika erhöhen könnte. In Australien wird aufgrund von Dürre im Frühling ein Rückgang der Weizenernte in den östlichen Bundesstaaten erwartet. Die Auswirkungen dieses Phänomens gehen über den trockenen maritimen Handel hinaus und könnten auch die Palmöl-Exporte Indonesiens beeinflussen.

Quelle: hellenicshippingnews.com