Änderung der Exportroute Saudi-Arabiens aufgrund von STS-Beschränkungen im Golf von Oman
Öl und Petrochemie

Änderung der Exportroute Saudi-Arabiens aufgrund von STS-Beschränkungen im Golf von Oman

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Saudi-Arabien sieht sich aufgrund strenger Beschränkungen der Ship-to-Ship (STS)-Transferdienste im Golf von Oman gezwungen, seine Rohöl-Exportroute in Richtung östlicher Häfen und der Straße von Hormuz zu ändern. Diese Änderung ist weniger auf einen Mangel an Flottenkapazität zurückzuführen, sondern vielmehr auf logistische Probleme und geht mit einem signifikanten Anstieg der Transportaktivitäten im Golf von Oman einher.

Steigerung der STS-Aktivitäten im Golf von Oman

Daten von Kpler zeigen, dass die STS-Aktivitäten für Flüssigkeiten im Golf von Oman von 0,16 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2025 auf durchschnittlich 3,7 Millionen Barrel pro Tag seit dem Irak-Iran-Krieg angestiegen sind. Insbesondere am 26. September erreichte dieser Wert einen Rekord von 7,2 Millionen Barrel pro Tag. Zudem stieg der Anteil der Öl-Ladungen an diesen Aktivitäten im August auf 90 % oder 6,9 Millionen Barrel pro Tag.

Dennoch nähert sich die STS-Kapazität im Golf von Oman schnell ihrer maximalen Grenze. Berichten zufolge arbeiten die Unterstützungsdienste in den Häfen von Fujairah und Sohar derzeit an ihrer maximalen Kapazität. Diese Situation könnte die Rohöl-Exporte aus dem Golf von Oman in Richtung anderer Orte wie der Westküste Indiens oder Malaysia lenken. Natürlich führen diese längeren Distanzen zu einer geringeren Effizienz der Schiffe und erfordern eine größere Flotte von VLCCs.

Bedarf an mehr VLCC-Flotte

Im Basisszenario wird prognostiziert, dass der Export von 3 Millionen Barrel pro Tag Rohöl aus Saudi-Arabien 36 bis 40 VLCC-Tanker benötigt. Sollten zusätzliche Ladungen über die Westküste Indiens transportiert werden, steigt dieser Bedarf auf etwa 32 VLCCs, und wenn die malaysische Küste als Transferort gewählt wird, wird diese Zahl auf 58 VLCC-Tanker ansteigen. Das bedeutet, dass je weiter die STS-Operationen vom Golf von Oman entfernt sind, desto größer die benötigte Flotte und desto geringer die Effizienz sein wird.

Derzeit hat sich die Westküste Indiens (WCI) als die nächstgelegene Option für den Export von zusätzlichem Rohöl herausgestellt. Während auch die STS-Aktivitäten in dieser Region zugenommen haben, ist es wichtig zu beachten, dass die zusätzlichen Ladungen hauptsächlich mit sauberen Produkten verbunden sind und größtenteils regionalen Anbietern zugutekommen. Dennoch könnte die Zunahme der STS-Aktivitäten im Golf von Oman und die Verlagerung zur Westküste Indiens dazu beitragen, Kapazitäten im Golf von Oman freizusetzen, um zusätzliche Öl-Ladungen zu transportieren.

Andererseits wird Malaysia ebenfalls als Option für den Rohöl-Transfer in Betracht gezogen. Diese Region hat umfangreiche Erfahrungen im Management großer Ölressourcen und die STS-Aktivitäten haben seit Beginn der Konflikte erheblich zugenommen. Dennoch führt die Zunahme der Aktivitäten hier aufgrund der längeren Distanzen dazu, dass die Effizienz der Schiffe erheblich sinkt.

Quelle: hellenicshippingnews.com