Iraks Ölexporte erreichten im Oktober 2023 über 3,4 Millionen Barrel pro Tag (BPD), was nahe dem Niveau von 3,3 bis 3,5 Millionen Barrel pro Tag vor dem Krieg mit dem Iran liegt. Der irakische Ölminister, Basim Mohammed Khudhair, gab diese Informationen der Nachrichtenagentur INA bekannt.
Steigerung der Ölexporte
Dieser Anstieg der Exporte im Vergleich zu September, als der Durchschnitt bei 2,65 Millionen Barrel pro Tag lag, zeigt einen Anstieg von fast 750.000 Barrel pro Tag. Davon wurden 250.000 Barrel pro Tag über die Pipeline Irak-Türkei nach Ceyhan transportiert.
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Neue Exportwege
Khudhair gab bekannt, dass der Irak jetzt über drei Routen exportiert, einschließlich der Straße von Hormus, dem Hafen von Ceyhan und Tanklastwagen durch Syrien. Es wird erwartet, dass die Tanklastwagen mit irakischem Rohöl bis Mitte Oktober einen der Mittelmeerhäfen erreichen. Der Großteil des irakischen Rohöls wird weiterhin über die südlichen Terminals in Basra exportiert und passiert die Straße von Hormus.
Bagdad hat auch begonnen, sein Rohöl über die Straße von Hormus zu versenden. Käufer suchen nach der Lieferung von Ladungen außerhalb dieser Straße, um Kosten im Zusammenhang mit Kriegsrisiken zu vermeiden. Die staatliche irakische Tankerfirma hat ebenfalls 2 Millionen Barrel Öl über die Straße von Hormus mit einem sehr großen Tanker transportiert. Dies ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass der staatliche Vermarkter SOMO sein Rohöl über die Straße von Hormus transportiert.
Zukünftige Pläne zur Erhöhung der Exportkapazität
Der Irak plant, seine Exportkapazität auf 5 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen. Diese Kapazitätserhöhung erfolgt nach der Fertigstellung neuer Pipelines nach Fishkhabour und dem Hafen von Baniyas sowie neuer Exportterminals in der Straße von Hormus.
Nach monatelangen schweren Verlusten war die Ölproduktion im Süden des Iraks zu Beginn des Krieges um fast 70 Prozent gesunken und hatte etwa 1,3 Millionen Barrel pro Tag erreicht. Der Außenminister, Fuad Hussein, schätzte letzte Woche die Schäden für den Irak auf etwa 60 Milliarden Dollar. Die Devisenreserven sind ebenfalls um 20 Milliarden Dollar gesunken, und die Zentralbank hat zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren den Dinar gegenüber dem Dollar abgewertet. Öl macht fast 90 Prozent der Staatseinnahmen aus.
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