Wandel im maritimen Kraftstoffversorgungsweg bis 2050 unter dem Einfluss von Dual-Fuel-Motoren
Wirtschaft

Wandel im maritimen Kraftstoffversorgungsweg bis 2050 unter dem Einfluss von Dual-Fuel-Motoren

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Die Wahl von Dual-Fuel-Motoren in der maritimen Industrie kann einen erheblichen Einfluss auf die Kraftstoffversorgungswege bis 2050 haben. Dual-Fuel-Motoren ermöglichen es Schiffsbesitzern, je nach wirtschaftlichen Veränderungen und Vorschriften zwischen herkömmlichen und neuen Kraftstoffen zu wechseln. Untersuchungen zeigen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Kraftstoffe ein entscheidender Faktor für den Endverbrauch der Schiffe sein wird.

Einfluss des Kohlenstoffpreises auf den Kraftstoffverbrauch

Das in dieser Studie vorgestellte Modell hat verschiedene Szenarien untersucht. Im Basisszenario, bei dem die Tier-2-Strafe im Rahmen der IMO-Kohlenstoffneutralitätsvorgaben bei 380 Dollar pro Tonne CO2-Äquivalent (tCO2e) bis 2050 bleibt, werden Dual-Fuel-Methanol-Motoren etwa 10 Prozent der Motorenkapazität der Flotte ausmachen, während Methanol nur 2 Prozent des Energieverbrauchs der Flotte ausmacht. In diesem Szenario bleiben herkömmliche Kraftstoffe wirtschaftlich rentabler.

Wenn jedoch der weltweite Kohlenstoffpreis auf 700 Dollar pro Tonne tCO2e steigt, wird sich diese Gleichung ändern. In diesem Fall wird die Nutzung neuer Kraftstoffe, einschließlich Methanol und Ammoniak, etwa 61 Prozent des Energieverbrauchs der globalen Flotte erreichen.

Produktionskosten und Wettbewerbsfähigkeit der Kraftstoffe

Forschungen zeigen, dass die Gesamtkosten für die Nutzung von elektrolytischem Methanol und elektrolytischem Ammoniak nahezu gleich sind. Während der Kostenvorteil der Produktion von elektrolytischem Ammoniak aufgrund hoher Logistikkosten und der Notwendigkeit, spezialisiertes Personal auszubilden, beeinträchtigt wird, können diese Kosten einen erheblichen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der Kraftstoffe haben.

Diese Studie identifiziert auch vier wichtige Unsicherheiten, die die Wettbewerbsfähigkeit neuer Kraftstoffwege beeinflussen können. Die Levelized Cost of Hydrogen (LCOH) und die biogenen CO2-Kosten gehören zu diesen Einflussfaktoren. Sollte die LCOH bis 2050 auf 2 Dollar pro Kilogramm Wasserstoff sinken, könnten Methanol und Ammoniak 36 Prozent der globalen Energienachfrage der Flotte erreichen.

Schließlich wird die Zukunft der Kraftstoffversorgungs-Hubs erheblich von diesen Veränderungen betroffen sein. Flüssige Kraftstoffe wie Methanol und Ethanol lassen sich leicht transportieren und betanken und werden wahrscheinlich bestehende Kraftstoffversorgungs-Hubs stärken. Andererseits könnte die Akzeptanz von Ammoniak zur Bildung neuer Hubs führen, die auf den Zugang zu kostengünstigen Kraftstoffen und Skalierbarkeit basieren.

Lynn Loo, CEO des Global Center for Maritime Decarbonization (GCMD), sagt: "Viele der Schiffe, die im nächsten Jahrzehnt bestellt werden, werden bis 2050 noch im Einsatz sein. Daher treffen Schiffsbesitzer wichtige Entscheidungen über die Wahl ihrer Motoren, während es noch Unsicherheiten über die Zukunft der Kraftstoffe gibt." Diese Aussagen betonen die bestehenden Herausforderungen bei der Kompensation der Kosten neuer und traditioneller Kraftstoffe unter den aktuellen geopolitischen Bedingungen.

Quelle: hellenicshippingnews.com