Saudi-Arabien hat nach dem Angriff auf seine wichtige Ölexportpipeline, die nach Europa führt, beschlossen, die Öllieferungen an diesen Kontinent zu reduzieren. Diese Situation hat dazu geführt, dass europäische Länder, insbesondere Polen, nach alternativen Quellen suchen, um ihren Ölbedarf zu decken.
Stopp der Ölpipeline von Ost nach West
Nach diesem Angriff hat Saudi-Arabien am Freitag (20. September) den Betrieb der Ölpipeline von Ost nach West eingestellt, die eine Transportkapazität von etwa 5 Millionen Barrel Öl pro Tag hat. Diese Maßnahme hat zu Störungen in der Ölversorgung der europäischen Märkte und zu steigenden Preisen geführt.
Mehr lesen: Irans Kriegsversuche auf den Markt für Erdgas der Vereinigten Staaten
Der Preis für Brent-Rohöl aus der Nordsee erreichte am Dienstag etwa 108 Dollar pro Barrel, und die Lieferungen auf dem physischen Markt in Europa wurden deutlich über diesem Preis gehandelt. Der Preis für Brent-Rohöl mit Fälligkeit stieg ebenfalls auf etwa 122 Dollar pro Barrel, was die sofortigen Auswirkungen dieser Störung auf den Ölmarkt zeigt.
Bemühungen der polnischen Ölraffinerie Orlen
Die polnische Ölraffinerie Orlen, die im Jahr 2022 als Hauptlieferant von Öl aus Saudi-Arabien anerkannt wurde, bemüht sich nun, um die unterbrochenen Importe zu ersetzen, Rohöl aus der Nordsee und entfernteren Regionen zu beziehen. Orlen bezieht derzeit etwa 40 Prozent des benötigten Öls von Saudi Aramco.
Orlen erklärte ohne genaue Details, dass sie ihr Beschaffungsportfolio ernsthaft verwalten, um die Kontinuität der Raffinerieaktivitäten sicherzustellen. Ein Sprecher des Unternehmens fügte hinzu: "Die Anpassung und Optimierung der Einkaufsmenge ist Teil des normalen und kontinuierlichen Prozesses der Orlen-Gruppe, der auf den aktuellen Produktionsbedürfnissen und den sich ändernden Marktbedingungen basiert."
Die Firma Orlen und ihre Tochtergesellschaften betreiben Ölraffinerien in Polen, Litauen und der Tschechischen Republik, weshalb die kontinuierliche Versorgung mit Öl für ihre Aktivitäten von größter Bedeutung ist.
Angesichts der aktuellen Marktsituation und der durch den Angriff auf die Pipeline verursachten Störungen wird erwartet, dass die Ölpreise in naher Zukunft weiterhin betroffen sein werden und europäische Länder nach neuen Quellen suchen, um ihren Bedarf zu decken.
Mehr lesen: Rückgang der Kraftstoffbestände in China und mögliche Exportbeschränkungen für Kraftstoff · Fatemeh Mohajerani gab den täglichen Benzinverbrauch des Landes mit 140 Millionen Litern an




