Protest der Industrie gegen die Unklarheiten der EU-Gesetzgebung im Bereich elektrischer Kraftstoffe
Wirtschaft

Protest der Industrie gegen die Unklarheiten der EU-Gesetzgebung im Bereich elektrischer Kraftstoffe

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Die Proteste gegen die neue EU-Gesetzgebung im Bereich elektrischer Kraftstoffe, insbesondere hinsichtlich der Verwendung von erneuerbarem Wasserstoff zur Herstellung von Biokraftstoffen, nehmen stark zu. Das SASHA-Bündnis, das Vertreter der Schifffahrts- und Luftfahrtindustrie umfasst, hat seine Bedenken hinsichtlich der bestehenden Unklarheiten in Delegierte Verordnung (EU) 2023/1185 geäußert. Diese Unklarheiten könnten zu einem Rückgang der Nachfrage nach der Produktion synthetischer Kraftstoffe führen und somit die Bemühungen zur Entwicklung neuer Projekte schwächen.

Probleme aufgrund rechtlicher Unklarheiten

Die betreffende Verordnung schließt klar den elektrolytischen Wasserstoff, der in der Hydrotherapie von Biokraftstoffen wie hydrotherapierte Pflanzenöle (HVO) verwendet wird, nicht von der Berechnung des Anteils synthetischer Kraftstoffe aus. Dies könnte die Grenze zwischen der Verwendung von grünem Wasserstoff als Prozessinput für Biokraftstoffe und seiner Verwendung als Rohstoff zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe wie elektrisches Methanol und elektrisches Ammoniak unklar machen.

Vorschläge zur Reform der Verordnung

Die Unterzeichner eines Schreibens an die Europäische Kommission fordern, dass derselbe Rechnungslegungsansatz, der zuvor für kohlenstoffarme Kraftstoffe angewendet wurde, auch auf die Verordnung (EU) 2023/1185 angewendet wird. Zum Beispiel schließt Delegierte Verordnung (EU) 2025/2359 erneuerbare Kraftstoffe mit nicht-biologischer Herkunft, die als Zwischenprodukte in der Herstellung von herkömmlichen und biologischen Kraftstoffen verwendet werden, von der Berechnung des endgültigen kohlenstoffarmen Anteils aus. Die Unterzeichner erwarten, dass diese Ausnahme auch in den neuen Gesetzen berücksichtigt wird.

Durchgeführte Analysen zeigen, dass in Europa 69 elektrische Kraftstoffprojekte in Entwicklung sind, von denen nur sechs in Betrieb genommen wurden. Aus diesem Grund sind das SASHA-Bündnis und die Grüne Gruppe Transport & Environment (T&E) besorgt, dass das Fehlen von Reformen in den Gesetzen zu einem Rückgang der Produktion und Versorgung mit synthetischen Kraftstoffen in der Zukunft führen könnte und die EU gezwungen wäre, synthetische Kraftstoffe zu importieren, um ihren Anforderungen gerecht zu werden.

Diese Unklarheiten könnten auch die Motivation von Transportunternehmen und Kraftstofflieferanten verringern, langfristige Lieferverträge abzuschließen, die zur Finanzierung neuer elektrischer Kraftstoffprojekte erforderlich sind. Tatsächlich könnte diese Situation rechtliche Unsicherheiten schaffen und das Vertrauen in den rechtlichen Rahmen der EU gefährden.

Quelle: hellenicshippingnews.com