Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat ein Darlehen in Höhe von 100 Millionen Euro zur Entwicklung des Hafens Klaipeda, dem größten Hafen Litauens, bereitgestellt. Dieses Darlehen ist dafür vorgesehen, den Hafen Klaipeda zu einem strategischen Tor für Verteidigung, Energie und Handel in der Ostsee-Region zu machen. Die Hafenbehörde Klaipeda wird dieses Darlehen nutzen, um die Infrastruktur zu modernisieren und auszubauen, was die Rolle des Hafens in der militärischen Mobilität stärkt und die Möglichkeiten für saubere Energie erhöht.
Entwicklung der Hafeninfrastruktur und Anpassung an die NATO-Anforderungen
Die Lage des Hafens Klaipeda, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, ist für die Operationen der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) von Bedeutung. Ein Teil des Kreuzfahrtterminal wird umgestaltet, um den Anforderungen der NATO gerecht zu werden, um eine bessere logistische Unterstützung für die Marineflotte der Alliierten zu bieten. Dieser duale Ansatz stärkt die militärische Mobilität und erhält gleichzeitig den Wert der Infrastruktur für den zivilen Transport und die lokale Wirtschaft. Es wird erwartet, dass dieses Projekt bis Ende 2027 abgeschlossen sein wird.
Projektdetails und Finanzierung
Das EIB-Darlehen wird bis zur Hälfte der Gesamtkosten des Projekts, die auf etwa 201 Millionen Euro geschätzt werden, abdecken, während der Rest der Finanzierung von der Europäischen Union, nationalen Mitteln und anderen Institutionen bereitgestellt wird. Dieses Projekt umfasst die Bereitstellung von Landstrom für Fähren, die Produktion von grünem Wasserstoff und Tankinfrastruktur, emissionsarme Hafenboote, die Modernisierung von Docks zur Entwicklung von Offshore-Windenergie, Baggerarbeiten und die Verstärkung von Wellenbrechern.
Karl Nehammer, Vizepräsident der EIB, sagte zu diesem Projekt: „Es gibt nur wenige Projekte, die die Prioritäten Europas so deutlich zeigen. Diese Investition trägt direkt zu den Missionen zur Unterstützung der europäischen Sicherheit und Kohäsion bei und steht im Einklang mit dem grünen Übergang.“
Der Hafen Klaipeda ist Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) der Europäischen Union. Die Modernisierung der Docks und der maritimen Infrastruktur wird dazu beitragen, Klaipeda als ein zentrales Logistikzentrum für die Einrichtung und Wartung von Offshore-Windparks zu positionieren und den grünen Übergang sowie die Energiesicherheit Europas zu unterstützen.
Algis Latakas, Generaldirektor der Hafenbehörde Klaipeda, sagte dazu: „Der Hafen Klaipeda ist ein wichtiger Teil der Infrastruktur Litauens, die die Wirtschaft, die Energiesicherheit und die nationale Sicherheit des Landes unterstützt. Die heute mit der EIB unterzeichnete Finanzierungsvereinbarung ist ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Hafens und hilft uns, die Schlüsselprojekte, die die Zukunft des Hafens Klaipeda gestalten, zu realisieren.“
Mehr lesen: Rekordlieferung neuer Energieautos nach Chile durch DP World




