Emmanuel Macron, der Präsident Frankreichs, hat die Länder der Gruppe der Sieben (G7) eingeladen, sich in den kommenden Wochen zu versammeln, um über die erneute Freigabe der Notfallölreserven und die Koordination auf Ebene der Reserven, Exporte und Produktionskapazitäten zu diskutieren. Diese Anfrage erfolgt im Zuge der reduzierten Lieferung von Rohöl aus Saudi-Arabien und dem signifikanten Anstieg der Dieselpreise in Europa.
Der aktuelle Stand der Kraftstoffversorgung in Europa
Der Dieselpreis in Europa ist auf über 200 Dollar pro Barrel gestiegen, und die Einzelhandelskosten haben sich auf über 300 Dollar erhöht. Dieser Preisanstieg erfolgt insbesondere zu einem Zeitpunkt, an dem Russland Exportbeschränkungen für Diesel eingeführt hat und die Exporte von Erdölprodukten aus dem Nahen Osten weiterhin eingeschränkt sind. Darüber hinaus hat das saudische Unternehmen Aramco zwei europäische Raffinerien informiert, dass sie im Oktober keine Rohöl-Lieferungen im Rahmen langfristiger Verträge erhalten werden.
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Die Notwendigkeit der Freigabe von Ölreserven
Macron hat auch die Notwendigkeit betont, Diesel, Kerosin und Erdgas für die kommenden Monate bereitzustellen. Die Notfallölreserven Europas enthalten im Gegensatz zu den strategischen Ölreserven der Vereinigten Staaten große Mengen an Endprodukten wie Benzin und Diesel. Dies ermöglicht es Europa, schnell auf die Marktbedürfnisse zu reagieren.
Seit Beginn des Krieges in der Ukraine haben die Mitglieder der Internationalen Energieagentur (IEA) über 300 Millionen Barrel ihrer Notfallreserven freigegeben. Dennoch liegen die globalen Bestände weiterhin 507 Millionen Barrel unter dem Niveau vor dem Krieg. Die erneute Freigabe von Reserven könnte schnell physische Fässer und Endprodukte nach Europa bringen, kann jedoch die Probleme, die durch Schäden an der saudischen Pipeline, die Wiederinbetriebnahme russischer Raffinerien oder die Öffnung der Straße von Hormus verursacht werden, nicht lösen.
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