Der Preis für Erdgas in Europa erreichte 92,95 Dollar (80,545 Euro) pro Megawattstunde bei TTF (Dutch Title Transfer Facility). Dieser Preisanstieg erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Gasversorgung im Winter aufgrund eines Mangels an Gasvorräten und der aktuellen Spannungen im Nahen Osten.
Auswirkungen der Situation im Nahen Osten auf den Gasmarkt
Der europäische Gasmarkt sieht sich aufgrund der geringen Gasreserven in den Lagern Herausforderungen gegenüber, und diese Situation ist insbesondere vor dem Winter besorgniserregend. Angesichts der Schließung der wichtigen Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens, die es dem Land ermöglicht, die Straße von Hormuz zu umgehen, sind die Bedenken hinsichtlich der Energieversorgung im Nahen Osten gewachsen. Dies hat zu einem Anstieg der Gaspreise in Europa geführt, und die Preise sind in dieser Woche weiterhin über 80 Euro pro Megawattstunde geblieben.
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Wettbewerb auf dem LNG-Markt und Preisanstieg
Während der globale LNG-Markt unter Druck steht, sind die Spotpreise für LNG in Nordostasien ebenfalls um 2,70 Dollar auf 28,40 Dollar pro Million BTU gestiegen. Dieser Preisanstieg ist auf den zunehmenden Wettbewerb um den Zugang zu LNG-Lieferungen weltweit zurückzuführen. Angesichts der Spannungen im Nahen Osten und der Unfähigkeit, den LNG-Fluss aus dem Golf zu erhöhen, befindet sich der globale LNG-Markt in einer sensiblen Lage.
Die Rohstoffstrategen von ING, Warren Patterson und Eva Monté, wiesen in einer Notiz darauf hin, dass die Verschärfung der Spannungen im Nahen Osten die Hoffnungen auf einen schnellen Anstieg des LNG-Flusses aus dem Golf verringert und den LNG-Markt in eine enge und verletzliche Lage bringt. Diese Probleme, zusammen mit anderen Faktoren, einschließlich des Rückgangs der Gasreserven in Europa, lassen erwarten, dass diese Region Schwierigkeiten haben wird, das Ziel von 75 Prozent Lagerung vor dem Winter zu erreichen.
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