Der Ölpreis hat 100 Dollar pro Barrel überschritten, was zu neuen Rekorden für Kraftstoff, insbesondere Diesel und Benzin in den Vereinigten Staaten, geführt hat. Diese Situation ist entstanden, während sich die Spannungen im Nahen Osten erneut verschärfen und die globalen Ölreserven weiterhin abnehmen.
Neuer Rekordpreis für Kraftstoff in den Vereinigten Staaten
Am Dienstag erreichte der durchschnittliche Dieselpreis in den Vereinigten Staaten 6,301 Dollar pro Gallone und der Benzinpreis 4,355 Dollar pro Gallone. Laut Patrick De Haan, Leiter der Ölanalysen bei GasBuddy, "könnte der Dieselpreis in den kommenden Tagen 6,60 Dollar pro Gallone erreichen, was über dem inflationsbereinigten Höchststand von 2022 liegen würde." Dies ist das erste Mal, dass der Dieselpreis in den Vereinigten Staaten zum ersten Mal über 6 Dollar pro Gallone steigt.
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Wirtschaftliche Auswirkungen und Prognosen
Führungskräfte der Ölindustrie haben gewarnt, dass der Markt auf eine Kraftstoffkrise zusteuert und es kurzfristig keine signifikante Preissenkung geben wird. Mike Wirth, CEO von Chevron, erklärte am Freitag, dass "die Puffer im Markt jetzt erschöpft sind" und prognostiziert, dass die Preise in den kommenden Monaten weiter steigen könnten. Er fügte hinzu: "Es ist schwierig, sich ein Szenario vorzustellen, in dem die Preise schnell sinken. Die Risiken bleiben in den kommenden Monaten nach oben gerichtet."
Die Dieselpreise spiegeln den Druck auf dem Ölmarkt wider und werden in den kommenden Wochen aufgrund der steigenden Nachfrage in der Erntezeit, beim Heizen und während der Feiertage voraussichtlich steigen. Diese Preiserhöhungen betreffen nicht nur die Kosten der Verbraucher, sondern könnten auch die Produktion und Lieferung von Alltagsgütern beeinträchtigen. Laut Analysten von JPMorgan ist Diesel "ein versteckter Kostenfaktor für Unternehmen" und eine Preiserhöhung könnte zu höheren Produktions- und Lieferkosten führen.
Die globalen Ölreserven sind im August um 95 Millionen Barrel gesunken und belaufen sich seit Anfang Februar insgesamt auf 507 Millionen Barrel. Zudem ist das Volumen an Öl auf See um 65 Millionen Barrel gesunken, was auf erneute Angriffe auf den Tankerverkehr im Nahen Osten zurückzuführen ist.
Die US-Regierung sagt, dass diese Preiserhöhungen vorübergehend sind. Doug Burgum, Innenminister, sagte bei einer G-20-Veranstaltung in Houston: "Die Preise waren auch in früheren Perioden so hoch." Dennoch werden die Bemühungen der Regierung, die Preise durch eine Erhöhung der Ölproduktion aus Venezuela und eine Erhöhung der Raffineriekapazitäten in den USA zu senken, kurzfristig nicht wirksam sein.
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