Die durch Streiks im Gasfeld Nord-Qatar und im South Pars-Feld im Iran verursachten Störungen haben die Operationen in der größten Gasquelle der Welt beeinträchtigt. Diese Störungen haben die Gasverarbeitungskapazität Katars um 4,5 Milliarden Kubikfuß pro Tag (Bcfd) betroffen, und die Reparaturen könnten bis zu einem Jahr dauern.
Details zu den Gasfeldern
Die Felder Nord-Qatar und South Pars im Iran bilden eine außergewöhnlich große Gasstruktur, die eine Fläche von 9.000 Quadratkilometern umfasst. Es wird geschätzt, dass diese Felder über 2.200 Billionen Kubikfuß (Tcf) an verbleibenden Gasressourcen verfügen, was etwa 25 Prozent der globalen Gasressourcen ausmacht und nahezu 10 Prozent der globalen Gasproduktion bereitstellt.
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Auswirkungen der Störungen auf die Exportkapazität
In Katar haben Streiks im Flüssiggas-Komplex „Pearl“ (GTL) im März und eine Explosion in der Gasfabrik „Barzan“ im Juni die Verarbeitungskapazität um 4,5 Bcfd beeinträchtigt. Diese Störungen betreffen zwei Flüssiggasleitungen (LNG) mit einer Gesamtkapazität von 12,7 Millionen Tonnen pro Jahr (MMtpa), was etwa 17 Prozent der LNG-Exportkapazität Katars entspricht.
Es wird geschätzt, dass die Reparaturen der katarischen Anlagen etwa 5,8 Milliarden Dollar kosten werden, und der Zeitrahmen für die Wiederherstellung kann zwischen vier und zwölf Monaten variieren. Die Störungen im GTL-Komplex Pearl gefährden allein etwa 10 Prozent des Cashflows von Shell im Upstream-Bereich.
Entwicklungen im South Pars-Feld
Auch im Iran gibt es Störungen im South Pars-Feld. Streiks im Verarbeitungszentrum „Asalouyeh“, das etwa 30 Prozent der Produktion von South Pars verwaltet, und in den Anlagen der Phase 13 in „Kangan“ haben die Produktion in mehreren Entwicklungsphasen beeinträchtigt.
Diese Störungen treten auf, während Katar Fortschritte bei der Entwicklung der nördlichen Phasen des North Gasfeldes macht, von denen erwartet wird, dass sie insgesamt 48 MMtpa an LNG-Kapazität hinzufügen und die Gasproduktion bis 2033 auf 28 Bcfd erhöhen. Außerdem wird geschätzt, dass Katar bis 2035 über 54 MMtpa an unvertraglich gebundenem LNG verfügen wird.
Die Geschwindigkeit der Infrastrukturreparaturen könnte die langfristigen Entscheidungen über LNG-Verträge beeinflussen, da Käufer die Versorgungssicherheit neu bewerten. Katar hat im Jahr 2025 über 80 Millionen Tonnen LNG exportiert.
Zusätzlich zu LNG unterstützt die Produktion im North-Feld die Methanraffinerieindustrien Katars, NGL, Methanol, Ammoniak und GTL und stellt nahezu ein Drittel des globalen Heliumangebots bereit.
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