Rückgang des Ölpreises nach Abnahme der Sorgen über das Angebot
Öl und Petrochemie

Rückgang des Ölpreises nach Abnahme der Sorgen über das Angebot

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Der Preis für Rohöl der Nordsee-Benchmark Brent erreichte am Donnerstag (26. September) 104 Dollar und 74 Cent pro Barrel, was einen Rückgang von 1 Dollar und 9 Cent oder 1,03 Prozent im Vergleich zum Vortag darstellt. Dieser Preisrückgang erfolgte aufgrund abnehmender Sorgen über Störungen im Ölangebot, obwohl die Preise aufgrund der Besorgnis über die Ausweitung der Spannungen im Nahen Osten weiterhin über 100 Dollar pro Barrel gehalten wurden.

Rückgang des WTI-Ölpreises

Das Rohöl der US-Benchmark WTI wurde ebenfalls um 83 Cent oder 0,81 Prozent auf 101 Dollar und 60 Cent pro Barrel gehandelt. Der Preis beider Ölbenchmarks war am Mittwoch (25. September) um etwa 3 Dollar gesunken.

Der Rückgang des Rohölpreises erfolgte im Zuge von Bemühungen, die Wiederaufnahme der Aktivitäten der Ost-West-Öl-Pipeline Saudi-Arabiens zu beschleunigen. Tim Waterer, leitender Marktanalyst bei KCM Trade, verwies auf die abnehmenden Sorgen über das Angebot, die aus den Bemühungen Saudi-Arabiens resultieren, Öllieferungen über alternative Routen zu exportieren.

Auswirkungen des Angriffs auf die Pipeline auf die Preise

Der Ölpreis erreichte zu Beginn dieser Woche nach der Ankündigung von Quellen aus der Schifffahrtsindustrie, dass die Beladung von Rohöl aus Saudi-Arabien am Ölterminal Yanbu im Roten Meer aufgrund eines Angriffs auf die Ost-West-Pipeline ausgesetzt wurde, den höchsten Stand seit vier Monaten. Saudi-Arabien hat noch keinen Zeitrahmen für die Wiederaufnahme der Aktivitäten dieser Pipeline bekannt gegeben. Dennoch erklärte Chris Wright, der US-Energieminister, dass die Rohöltransfers über diese Pipeline voraussichtlich innerhalb weniger Tage wieder aufgenommen werden.

Zwei Ölpumpstationen dieser Pipeline wurden letzte Woche bei einem Angriff beschädigt, und der Zeitplan für ihre Reparatur ist noch unklar. Trotz des Rückgangs des Ölpreises bestehen weiterhin Sorgen über die Verschärfung der Konflikte im Nahen Osten. Die DBS Bank in Singapur hat das Basisszenario zur Preisprognose für Öl im vierten Quartal als eine Abnahme der Spannungen zwischen den USA und dem Iran festgelegt und erwartet, dass der Rohölpreis der Nordsee-Benchmark Brent im Bereich von 85 bis 95 Dollar stabil bleibt.

Händler glauben, dass eine langfristige Unterbrechung der Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens bis zu 4 Prozent des globalen Ölangebots beeinträchtigen könnte. Zudem hat der Rückgang des Dieselangebots zusätzlichen Druck auf die globalen Märkte ausgeübt, da Störungen in den Energieinfrastrukturen im Nahen Osten und in Russland den Zugang zu Kraftstoffen eingeschränkt haben.

Quelle: shana.ir