Syrien hat am Samstag den Dieselpreis um 40 Prozent erhöht und den Benzinpreis um 28 Prozent angehoben. Diese Preiserhöhungen haben zu weitreichenden Protesten im Land geführt, wobei die Demonstranten die Autobahn blockierten, die Damaskus mit Aleppo verbindet, und auf dem Weg nach Türkei Reifen verbrannten. Diese Proteste sind die heftigsten Unruhen seit dem Sturz von Bashar al-Assad im Dezember 2024.
Details zur Preiserhöhung
Jetzt beträgt der Preis für einen Liter Diesel 175 syrische Pfund, und die Preise für Haushalts- und Industriegas sind ebenfalls um etwa 9 Prozent gestiegen. Die Proteste traten auch in den Städten Hama, Khan Shaykhun und Ma'arat al-Numan auf, und Tanklastzüge, die zu den Raffinerien unterwegs waren, wurden auf dem Weg gestoppt.
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Wirtschaftliche Gründe und deren Folgen
Das syrische Energieministerium beschrieb die Preiserhöhungen als "vorübergehende Maßnahme aufgrund der hohen globalen Beschaffungskosten". Laut Abdulhamid Salah, dem Sprecher des Ministeriums, produziert Syrien täglich etwa 102.000 Barrel Öl, während die inländische Nachfrage etwa 325.000 Barrel pro Tag beträgt. Dieser Mangel wird durch den täglichen Import von etwa 60.000 Barrel russischem Rohöl ausgeglichen. Dennoch haben die Angriffe auf die Raffinerien in Russland die Produktion in diesem Land verringert und Moskau gezwungen, die Exporte von Diesel und Benzin zu beschränken.
Die Raffinerie in Baniyas, die größte Raffinerie Syriens, ist in diesem Monat für eine umfassende Wartung für drei Monate geschlossen worden. Diese Wartung ist die erste umfassende Instandhaltung seit dem Sturz von Bashar al-Assad und wird laut der syrischen Ölgesellschaft die Produktionskapazität dieser Raffinerie von 80.000 auf 130.000 Barrel pro Tag erhöhen.
Laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen leben jetzt 90 Prozent der syrischen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, während dieser Wert vor dem Bürgerkrieg 2011 etwa ein Drittel betrug. In diesem Zusammenhang hat auch die Vereinigte Staaten ein Pipelineprojekt im Wert von 5,7 Milliarden Dollar unterstützt, das von Basra nach Baniyas verläuft. Dieses Projekt, das von Chevron geleitet und in Zusammenarbeit mit TotalEnergies sowie syrischen und qatarischen Investoren durchgeführt wird, wird eine Transportkapazität von 2 Millionen Barrel Öl pro Tag haben.
Derzeit senden irakische Raffinerien täglich etwa 5.000 Tanklastzüge mit Rohöl nach Baniyas, ein Prozess, der im April begonnen hat. Damaskus hat auch in diesem Jahr die Öl- und Gasfelder in Deir ez-Zor und Al-Hasakah von den kurdischen Kräften unter Kontrolle gebracht, was dazu beitragen könnte, den verbleibenden Einfluss Russlands auf die syrische Energie zu verringern, während die Wartung in Baniyas die kurzfristige Versorgung unter Druck setzt.
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