Fatih Birol, der Geschäftsführer der Internationalen Energieagentur (IEA), erklärte auf einer Pressekonferenz in Seoul, dass die steigenden Elektrifizierungsraten nach wie vor als die Hauptpfeiler der globalen Energieinvestitionen bestehen bleiben. Er betonte, dass "die Nachfrage nach Strom dreimal schneller wächst als die Gesamtnachfrage nach Energie." Diese Aussagen wurden gemacht, während Bedenken über die potenziellen Bedrohungen, die künstliche Intelligenz für die Menschheit mit sich bringt, bestehen.
Herausforderungen und Chancen auf dem Weg zur Elektrifizierung
Birol sagte, dass der Übergang zu einer erhöhten Elektrifizierung stark von den Kapitalmärkten unterstützt wird. Er wies darauf hin, dass Elektrifizierung "kein Blumenbeet ist" und fügte hinzu, dass dies ein klarer Weg ist, dem gefolgt werden muss, trotz der Bedenken, dass Investitionen in künstliche Intelligenz aufgrund der bestehenden Bedrohungen zurückgehen könnten. Dennoch warnte Birol, dass die höheren Kosten der Elektrifizierung und das langsame Wachstum des Stromnetzes im Vergleich zur steigenden Stromnachfrage die globalen Elektrifizierungsraten einschränken könnten.
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Trend der globalen Stromnachfrage
Die globale Stromnachfrage wächst mit der schnellsten Rate seit 15 Jahren und wird voraussichtlich bis zum Ende dieses Jahrzehnts weiter steigen. Birol erklärte in einem Jahresbericht über die Stromtrends, dass das "Zeitalter des Stroms" mit dem Eintritt von KI-Infrastrukturen, fortschrittlicher Produktion und Elektrifizierung begonnen hat. Es wird erwartet, dass die globale Stromnachfrage bis zum Ende dieses Jahrzehnts im Durchschnitt um mehr als 3,5% pro Jahr wächst.
Schwellenländer wie China, Indien und der südostasiatische Raum werden bis 2030 80% der zusätzlichen Stromnachfrage ausmachen. Auch die entwickelten Volkswirtschaften werden nach 15 Jahren Stagnation ein Wachstum der Stromnachfrage erleben. Birol fügte hinzu, dass künstliche Intelligenz, Rechenzentren und fortschrittliche Produktion zur Rückkehr des Wachstums der Stromnachfrage in den entwickelten Volkswirtschaften beitragen werden.
Die Stromnachfrage in den Vereinigten Staaten wird im Jahr 2025 um 2,1% steigen und wird voraussichtlich bis 2030 jährlich um etwa 2% wachsen. Birol betonte, dass das schnelle Wachstum der Rechenzentren die Hälfte dieses Anstiegs ausmachen wird.
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