Die Nutzung von maritimen Biokraftstoffen als eine erreichbare Option zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen in der Schifffahrtsindustrie ist im Entstehen. Dennoch werden Rohstoffbeschränkungen als hemmender Faktor für die Skalierung der Nachfrage angesehen.
Marktsituation der Biokraftstoffe
Nach Angaben von maritimen und Hafenbehörden in Singapur sank der Verkauf von Biobunkern im größten Tankzentrum der Welt im Juli auf etwa 39.000 Tonnen, was weniger als 1% des gesamten Benzinverkaufs in diesem Monat ausmacht. Im gleichen Monat des Vorjahres lag diese Zahl bei 135.000 Tonnen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 erreichte der Gesamtverkauf von Biobunkern 457.000 Tonnen, was einen Rückgang im Vergleich zu 907.900 Tonnen im Vorjahreszeitraum darstellt.
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Preisschwankungen und deren Auswirkungen
Platts, ein Teil von S&P Global Energy, hat die Preise für Biobunker mit niedrigem Schwefelgehalt B24 in Singapur auf 232 Dollar pro Tonne geschätzt, was einen Rückgang um 2 Dollar im Vergleich zur Vorwoche darstellt. Auch der Preis für Biobunker B30 mit niedrigem Schwefelgehalt fiel auf 267 Dollar pro Tonne, was einen Rückgang um 3 Dollar bedeutet.
Im Markt für Kraftstoffe mit hohem Schwefelgehalt wurde der Preis für Biobunker B24 auf 244 Dollar pro Tonne und für Biobunker B30 auf 293 Dollar pro Tonne geschätzt, was Rückgänge von 6 und 9 Dollar bedeutet.
Entwicklungen und neue Tests in der Schifffahrtsindustrie
Die NYK Line hat nach durchgeführten Tests ihren Biodieselverbrauch im Vergleich zum Jahr 2023 um mehr als das 40- bis 50-fache gesteigert. Das Unternehmen hat diese Ergebnisse nach Abschluss des B24-Tests über einen Zeitraum von sechs Monaten im Rahmen des LOTUS-Projekts mit dem Global Marine Carbon Reduction Center erzielt. Laut Rigo Nakajima, Leiter des Carbon Reduction Promotion Teams bei NYK, zeigt dieser Test, dass es keine Probleme bei der langfristigen Nutzung von B24 unter den getesteten Bedingungen gab.
Dennoch hat die steigende Nutzung von Biokraftstoffen Auswirkungen auf die Beschaffung und Aggregation nachhaltiger Rohstoffe. Chris Chatterton, maritimer Direktor im Global Green Fuels Center, ist der Meinung, dass, während B24 und B30 sicherlich skalierbar sind, diese Fähigkeit nicht unbegrenzt ist.
Herausforderungen bei der Rohstoffbeschaffung und deren Auswirkungen auf die Finanzierung
Fragen zur Aggregation von Rohstoffen sind zu einer Herausforderung für die Finanzierung neuer Biokraftstoffprojekte geworden. Kattrick Satiwajiswaran, Executive Director für Energie, Erneuerbare Energien und Infrastruktur bei der DBS Bank, erklärte, dass viele Entwickler nicht in der Lage sind, die Beschaffung nachhaltiger Rohstoffe nachzuweisen. Daher wird die Rohstoffbeschaffung zu einem entscheidenden Faktor dafür, ob Projekte finanziert werden können und in den kommerziellen Maßstab gelangen.
Kurzfristige Prognosen für Biokraftstoffe werden aufgestellt, während längere Zeiträume für die Kommerzialisierung anderer maritimer kohlenstoffarmer Kraftstoffe erwartet werden. Jovita Setiawan, Geschäftsführerin bei Sing Fuels, prognostiziert, dass Biokraftstoffe und LNG kurzfristig führend sein werden, während Methanol im mittelfristigen Bereich an Bedeutung gewinnen könnte, während synthetische Kraftstoffe möglicherweise im Einklang mit den Emissionsreduktionszielen bis 2040 und darüber hinaus an Bedeutung gewinnen.
Die Organisation S&P Global Energy prognostiziert, dass der Anteil traditioneller Kraftstoffe bis 2030 von 85% auf 26% im Jahr 2060 sinken wird, während Biokraftstoffe den Flotten helfen werden, die EEXI-Vorschriften einzuhalten.
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